Thomas Dürr

Auszug aus: Katharina Lenz, Profile aus dem Landkreis Regensburg, Band 1, 2008

Er lebt für die Musik und beherrscht über 100 Instrumente. Er ist Forscher und Komponist, Lehrer und Entertainer – und dennoch drücken alle diese Charakterisierungen noch nicht aus, was den Musiker Thomas Dürr ausmacht. Selten gibt es Menschen wie ihn, die mit solcher Lebensfreude und derartigem Ideenreichtum ihre Leidenschaft leben und sich daraus  eine eigene Existenz aufzubauen versuchen.

Noch vor dem Sprechen habe er das Pfeifen gelernt, lautet eine der frühesten Anekdoten über den musikalischen Lebensweg des am 15. März 1967 geborenen Painteners, der heute mit seiner zweiten Frau Daniela und dem gemeinsamen Sohn Amadeus in einem selbst renovierten Häuschen am Burgberg von Laaber lebt. Beginnend in einer volksmusikalisch orientierten Familie und mit dem Akkordeon als erstem Instrument führt dieser Weg weiter über eine Zeit als Bassist bei der bayernweit erfolgreichen Hardrockband „Stomp“ hin zu der Verbindung mit den zwei anderen Konstanten in Thomas Dürrs Leben: Einem ausgeprägten handwerklichen Talent und einer intuitiven pädagogischen Gabe. So ist er zum einen gelernter Schreiner und arbeitete in den 80er Jahren u.a. in der Herstellung von Sound-Ausstattungen für Autos und Caravans. Zum anderen absolvierte Thomas Dürr schon seinen Zivildienst in der Betreuung von Behinderten und gibt mittlerweile seit 1997 Musikunterricht für Kinder im Musikverein Painten, dessen Unterrichtsleiter er ist. Zusammen mit einem ausgeprägten Showtalent verbinden sich all diese Linien in seinem aktuellen Musik-Projekt „Rumdumadum“: Hier tritt der quirlige Musiker mit dem Pferdeschwanz als Ein-Mann-Orchester bei Veranstaltungen auf oder bietet in Schulen Unterrichtsvorführungen an, bei denen er sein Publikum u.a. mit selbstgebauten Instrumenten auf eine Zeit- und Weltreise ungewöhnlicher Klänge entführt.

Rumdumadum - multi-instrumentale Musikperformance

Sein Ziel bei allen diesen Aktionen ist es, immer aufs Neue Menschen im wörtlichen Sinne von und mit Musik zu „begeistern“. Dafür hat Thomas Dürr, der seit 2001 auch Kreismusikpfleger des Landkreises Kelheim ist, für die Zukunft noch einen ganzen Sack voller weiterer Ideen: So ist das „Hademar-Haus der Musik“ in Laaber, zu dem er gerade ein altes Gebäude gegenüber seines Wohnhauses mit eigener Hand umbaut, als Ausstellung für seine persönliche Instrumentensammlung, als Seminarraum und Tonstudio gedacht. Als Zentrum eines gleichnamigen Projektes will Thomas Dürr damit etwa in Form von musikalischen Führungen auf die Burg von Laaber den historischen Minnesänger des Ortes zu größerer Bekanntheit bringen. Die wachsende Resonanz seiner Ideen und Auftritte in der Region und darüber hinaus gibt ihm auf diesem musikalischen Weg mehr als Recht.